Rosen - mehr als nur ein bezaubernder Anblick Die Vielzahl an Rosensorten

Gibt etwas Schöneres als die volle Fülle der Rosen im Garten mit ihren duftenden Aroma im Sommer? Hinsichtlich der Pflanzengattung gehört die stolze Blume zu den Rosaceae, den Rosengewächsen. Zwischenzeitlich präsentieren bereits mehr als 30.000 Rosensorten ihre Farbenvielfalt sowie Duftnuancen in unseren Gärten. Der Stolz der Rose kommt auch nicht unbegründet. Das hohe Ansehen, welches der „Königin der Blumen“ seit mehr als zwei Jahrtausenden zukommt, spiegelt sich dabei in den vielen adligen Namensgebungen, zum Beispiel Rainforest und Schoolgirl wieder. Die Klassifizierung nach Rosenarten Zahlreiche Rosenarten verfügen über gleiche oder zumindest ähnliche Besonderheiten.

 

MitHilfe dieser können sie unterschiedlichen Rosenarten zugeordnet werden. Oberkategorien sind Wildrosen und Gartenrosen. Letztere werden oft ebenfalls als Kulturrosen bezeichnet. Eine andere Unterteilung wird in einmalblühende sowie mehrfachblühende Rosen vorgenommen. Die Blütezeit fällt vorwiegend in die Sommermonate, wobei die mehrfachblühenden Arten zwei oder in außergewöhnlichen Fällen auch mehr Blütenintervalle durchlaufen. Neben der Blütehäufigkeit ist eine Unterteilung auch entsprechend der Wuchsformen umsetzbar, zum Beispiel in Strauch-, Beet-, Kletter-, Stamm- sowie Bodendeckerrosen.

 

Doch nach welchen Merkmalen wird in diese Rosenarten unterschieden?

 

Die Besonderheit der einzelnen Rosenarten gemäß der WuchsformJede der Rosenarten nach Wuchsformen hat ihre ganz speziellen Merkmale. Strauchrosen, die in den überwiegenden Fällen zu den Wildrosen zählen, treten in ein bis drei Meter hohen strauchförmigen Gebilden auf. Die Strauchrose ist eng verwandt mit der Kleinstrauchrose. Diese trägt zumeist ebenso den Namen Bodendeckerrose. Diese sich flächig ausbreitende Rosenart ist ein resitenter Dauerblüher, welcher zudem auch wenig Pflege nötig hat. Dennoch findet sich in unseren Gärten am häufigsten die Beetrose, welche sich auf 60 bis 100 cm erstreckt. Im Wachstum nicht überragbar sind die Kletterrosen sowie Rambler-Rosen.

 

Die Kletterrose rankt zwei bis drei Meter in die Höhe. Die Rambler-Rose erkennt man hingegen an langen Sprossachsen, die biegsam sind und daher gerne für die Begrünung lichter Bäume eingesetzt werden. Eine weitere besondere Rosenart ist die Stammrose. Wenn Rosensorten auf eine bestimmte Stammhöhe veredelt werden, spricht man im Ergebnis von einer Stammrose. Entsprechend der Größe des Stammes wird von einem Halbstamm (60 cm), einem Hochstamm (90 cm) sowie einem Trauerstamm (140 cm) gesprochen.


 

 

Pflege von Rosen ganz allgemein

Fast jede Pflanze braucht eine auf Sie speziell abgestimmten Pflege, so auch die Rose - egal ob im Garten oder im Topf gewachsen. Die Wildrose kommt ebenso ohne Pflege durch den Menschen aus, aber die Gartenrose ist da schon etwas ungenügsam. Damit eine Rose gut wächst sowie gedeiht, muss sie mit reichlich Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt werden. Die Nährstoffe müßten als Düngemittel verabreicht werden. Zudem ist ebenfalls das Schneiden der Rose von hoher Bedeutung. Bevor der Winter da ist, ist es ebenso bedeutend, die Rose auf die Wintermonate vorzubereiten.

 

Wasserversorgung, Düngung sowie Rosenschnitt

Am wohlsten fühlt sich die Rose an einem sonnigen Plätzchen, das auch von Zeit zu Zeit luftige Erfrischung bringt. Während sie die Sonne genießt sowie sich ab und an vom Wind schaukeln lässt, entfaltet sie wahre Schönheit sowie Größe. Mit bis zu 2,5 m sind die Wurzeln zumeist länger als die Rose groß - der Platzbedarf nach unten muss für ein gesundes Wachstum vorliegen. Was keineswegs fehlen sollte sind Bewässerung sowie Nährstoffe - absolut notwendig für die Rose. Der jährliche Rosenschnitt - bevorzugt im Herbst, ist für das gesunde Gedeihen der Rose wichtig.

 

Sie kann somit kräftigere Äste ausbilden, trägt mehr Blüten sowie ist weniger anfällig für Schädlinge. Für den Rosenschnitt sollte eine glatte Gartenschere zur Anwendung kommen, damit die Rose an der Schnittstelle nicht gequetscht oder gerissen wird. Da der perfekte Moment für den Rosenschnitt von der Rose abhängt, sollte man sich auch an dieser orientieren. Eine Rose sollte dann geschnitten werden, wenn die Blätter welken und die Blüten verblühen. Währenddessen der richtige Zeitpunkt für den Herbstschnitt für eine Rose schon im 8. Monat gekommen sein kann, kann der Zeitpunkt für eine andere auch erst im zwölften Monat liegen. Zusätzlich zum Herbstschnitt kann ebenfalls ein Rosenschnitt im Frühjahr das Wachstum der Rose gut beeinflussen.

 

Schutz im Winter

Da eine Rose nicht gerne dem Frost ausgesetzt ist, muss sie auf den Winter vorbereitet werden. Gerade das Wurzelwerk braucht Schutz im Winter - hierzu eignet sich bei Beetrosen Erde oder Laub - 15 bis 20 Zentimeter hoch angehäuft. Möchte man Kübelpflanzen vor dem kalten Winter schonen, ist eine Isolierung mit Winterschutzmatten überaus zu empfehlen. Schutz vor Kälte braucht auch die Krone der Rose in der Art einer atmungsaktiven Hülle. Für den Stamm können Juteband und Vlies oder Matten zum Winterschutz verwendet werden.


Mit der Rose Empfindungen ausdrücken

 

Fast keiner anderen Blume kommt so eine große Bedeutung zu wie der Rose. Gerade zu Hochzeiten, am 14. Februar oder zum Hochzeitstag ist die Rose ein gern gesehener Gast. Die Rose ist ein Liebesbeweis - die Bekenntnis starker Empfindungen. Gefühle, die sich manchmal schwer in Worte fassen lassen, können mit einer einzigen Rose ganz eindeutig geäußert werden. Doch Achtung auch bei Rosen bestehen Differenzen. Dabei kann unbeabsichtigt ein Missverständnis auftreten, wenn aus Versehen die falsche Rosenfarbe ausgesucht wird. Hinter jeder Rosenfarbe verbirgt sich eine andere Symbolik, welche unbedingt beherzigt werden muss.

 

Die Bandbreite der Rosenfarben ist groß

Mit dem überwiegenden Teil der Rosenfarben kann ein Liebender beziehungsweise eine Liebende zum Glück nicht ganz falsch liegen, denn der Großteil bringt tiefe Gefühle sowie Sehnsucht zum Ausdruck. Doch unter die „liebenden“ Rosenfarben haben sich ebenso ein paar Ausnahmen mit doppeldeutiger Bedeutung gemoggelt, welche mit Vorsicht zu genießen sind. Die weiße Rose steht für Unbeflecktheit und Unschuld und ist häufig ein Sinnbild für eine tiefe Sehnsucht. Doch eine weiße Rose wirkt ebenso verhalten sowie zögernd. Häufig wird aber ausgerechnet aus diesem Grund eine weiße Rose nur als Symbol einer freundschaftlichen Verbindung gewertet.

 

Wer sich seiner Sache sicher ist und ebenfalls ein Fünkchen Erotik zum Ausdruck bringen möchte, ist mit einer rosafarbenen Rose gut beraten. Die rosafarbene Rose ist eine Offenbarung der jungen Liebe mit dem Wunsch auf Gefühlserwiderung und sie symbolisiert gleichzeitig jugendliche Eleganz. Und auch Die lilafarbene Rose ist ein Symbol dieser plötzlichen Anziehungskraft zwischen zwei Personen. Wenn sich zwei Partner zutiefst lieben und ihr Leben zusammen verbringen möchten, kann dies mit einer Rose in Rot am besten ausgedrückt werden. Leidenschaftliche Liebe sowie sehnsüchtiges Begehren symbolisiert die rote Rose.

 

Stimmungen - bestimmten Rosenfarben ausdrücken

Wer Rosen überreicht, möchte nicht zwangsläufig Liebe offenbaren. Es gibt ebenfalls Rosenfarben mit anderen Bedeutungen. Eine Rose in der Farbe Orange z. B. symbolisiert eine glückliche sowie erfüllte Beziehung. Eine ähnliche Symbolik haben Rosen in der Farbe Apricot - sie stehen für eine Verbindung voller Wärme sowie Zufriedenheit. Eine pinke Rose steht für Frohsinn sowie Glücksgefühle, welche ebenfalls den Partner mitreißen sollen.

 

Die korallenrote Rose ist eher selten und in Bezug auf die Symbolik nicht vollkommen zweifellos. Sie steht für Begehren sowie Lust, welche von Liebe geleitet sein kann aber nicht muss. Bei einer pfirsichfarbenen Rose geht es ganz und gar nicht um die Liebe. Hier stehen Dankbarkeit und Ansehen an erster Stelle ebenso wie empfundene Sympathie. Gelb ist der Neid und wenngleich eine gelbe Rose kein Zeichen für Neid ist, sollte man bei dieser Zurückhaltung üben. Eine unerfüllte Verbindung oder verlorengegangene Leidenschaft kann eine besonders bittere Mitteilung sein. Doch nicht zu vergessen, gelbe Rosen symbolisieren auch Versöhnung. Eines können wir von der Rosenfarbe lernen: Nicht die Rose selbst ist ausschlaggebend, sondern der Farbton dieser stolzen Blume.


Das Züchten und die Vermehrung von Rosen

Mit den heute mehr als 20.000 verschiedenen Rosensorten, kann nur erahnt werden, wie viele Züchter und Hobbyzüchter die Rosen um ihre eigene Rosensorte ergänzen möchten. Die Züchtung von Rosen ist allerdings etwas anderes als die Vermehrung von Rosen. Vermehrung steht für die Vervielfältigung einer Rosensorte. Das Züchten ist die Kreation einer ganz neuen Rosensorte, mit besonderer Blütenfarbe, Blütenfülle oder besonderem Durfaroma. Doch nicht jeder weiß, wie Rosen gezüchtet oder vervielfältigt werden, oder?

 

Sortenreine Rosen und Hybride vermehren

Rosen können ohne viel Aufwand vervielfältigt werden. Hierzu braucht man Rosensamen. Die Hagebutte trägt den Samen der Rose in sich. Ausgereift sollte die Hagebutte beim Sammeln bereits sein. Ebenso Frost sollten die Hagebutten schon überstanden haben. Deshalb am besten im Winter sammeln. Nur in den seltensten Fällen entspringt aus dem Samen jedoch die gleiche Rose, von der der Samen stammt.

 

Der Grund dafür sind die Hybriden - Rosenarten, welche aus der Kreuzung unterschiedlicher Rosensorten hervorgegangen sind. Fast alle Kulturrosen sind Hybride. Bei der Wildrose unterscheiden sich die aus dem Samen entsehenden Rosen nicht, denn Wildrosen sind sortenrein. Werden die Samen von Hybriden ausgesät, können vollkommen neue Rosensorten entstehen - ganz besondere Züchtungen.

 

Rosenvermehrung - Schritt für Schritt

An das Sammeln schließt sich das Entkernen sowie Wässern für ein paar Tage an. Dabei sind die nicht keimfähigen Kerne daran zu erkennen, dass sie oben schwimmen. Diese können aussortiert werden. Die übrigen sogenannten Nüsschen werden ungefähr 1 cm tief in Anzuchterde ausgesät. Nun sind für das Keimen kühle Temperaturen um 5 Grad sowie Nässe besonders bedeutsam. Nun ist Geduld erforderlich. Bis die ersten Pflanzen sprießen, vergehen zwischen einem und zwei Monaten.

 

Es vergeht nicht viel Zeit, dann hat die Rosenpflanze bereits vier bis sechs Rosenblätter. Dies ist der passende Moment für die Umpflanzung in einen eigenen Topf mit gehaltvoller Erde mit hinreichend Nährstoffen für die weitere Entwicklung. Auch wenn es bedauerlich ist, werden nicht alle angegangenen Rosen dauerhaft überleben - einzelne sind schwach, einige besonders anfällig für Ungeziefer.